„Hilfe !!! Warum ausgerechnet Dreadlocks?!“




Aber fange ich erst mal ganz von vorne an…

„Geistesblitze“

Gedanken die ein Feuer in mir entfachen und mich total begeistern.

Genauso ging es mir mit den „Filzsträhnen“.

Frag mich nicht, wie ich darauf gekommen bin.

Auf einmal war der Wunsch da!

Hell Yes!

Ich zähle zu den Menschen die sich schnell für etwas begeistern und sich dann komplett in diesem Thema verlieren. Mindestens ebenso rasch kann mein Eifer wieder nachlassen und ich widme mich etwas neuem was mich komplett in seinen Bann gezogen hat.


Nichts Ernstes…

Dachte ich nach kurzer Zeit bei meinem Wunsch Dreads tragen zu wollen. Kurzerhand war ich dabei das Thema für mich abzuhaken.

..oder ist es vielleicht die Angst, die mich davon abhält?

Aus irgendeinem Grund hinterfragte ich dieses Mal, warum ich mich nach der anfänglichen Begeisterung jetzt doch gegen Dreadlocks entschieden habe.

Diese 3 Punkten waren ausschlaggebend:

Was wenn es total doof aussieht?

Aus Angst vor Ablehnung

Vorurteile

Mehr zu meinen Ängsten im weiteren Verlauf…


Warum eine Veränderung wenn doch alles perfekt ist?

Ich war sehr zufrieden mit meinen Haaren und meinem äußeren Erscheinungsbild. Mir kam der Gedanke das ich es mit Dreadlocks möglicherweise zerstören könnte.

Hinzu kommt, dass es sehr lange dauert sich Dreads erstellen zu lassen und außerdem viel Geld kostet.

Was wenn mir das Ergebnis nicht gefällt?

So einfach Rückgängig zu machen wäre es nicht…

Wohlmöglich müsste ich meine Haare / Dreads abschneiden lassen.

Aber!!!

…was, wenn mich mein neuer Look total begeistert, meine individalität noch mehr unterstreicht und ich mich noch mehr in mir und meinem Körper zu Hause fühle?



Mir kam folgendes Szenario in den Kopf:

Mein zukünftiges Ich sitzt mit 80 Jahren alleine auf der Couch.

Gedanklich gehe ich mein Leben nochmal Schritt für Schritt durch. Sehnsüchtig denke ich an die Zeit um meinen 30. Geburtstag zurück. Wollte ich damals nicht ein Dreadhead werden?

Doch das wollte ich ganz sicher…

Hmm… warum habe ich es nicht gemacht?

Ach ja… ich hatte Angst Schönheit einbüßen zu müssen…

Zu Blöd, das ich es nicht einfach auf einen Versuch habe ankommen lassen!

Jetzt bin ich 80 Jahre alt und habe kurze Haare, zu kurz um daraus Dreads erstellen zu lassen.

Schade das ich nun wohl nicht mehr erfahren werde, ob sich meine Befürchtungen bewahrheiten oder ob mir Dreadlocks vielleicht sogar noch Schönheit geschenkt hätten.

Ich bereue nichts!

Auf gar keinen Fall möchte ich mit 80 Jahren Dinge bereuen die ich aus total unbedeutenden Gründen nicht gemacht habe. Wie in meinem Fall, die Angst vor „Hässlichkeit“.



Warum ich mich trotzdem getraut habe!

Mir ist bewusst geworden, dass ich mit und ohne Dreads die gleiche Person bleibe. Lediglich mein äußeres Erscheinungsbild verändert sich. Mein Inneres, mein Charakter, alles ist geblieben.

Das außergewöhnliche Strahlen

Außerdem bin ich der festen Überzeugung das wahre Schönheit von Innen kommt. Das Aussehen kann uns eine gewisse Zeit blenden, aber schlussendlich ist es das innere Leuchten welches alles überstrahlt.

Deine „Haare“ sind komisch – ich mag dich nicht mehr…

Sollte sich aus diesem Grund jemand von mir abwenden, dann wäre das sehr oberflächlich. Mir ist klar geworden, dass ich an solchen Freundschaften überhaupt nicht interessiert bin.

Ich gehe davon aus, dass meine liebsten Menschen mich mögen, weil ich bin, wie ich bin und nicht weil ich aussehe wie ich aussehe.

Sollte ich mich doch getäuscht haben, ist das ok für mich, weil ich dann zumindest Klarheit über den Status unserer Freundschaft habe.

Dann schneide ich sie eben ab!

Sollte ich wirklich ganz unzufrieden mit meinen Dreadlocks sein oder sie vielleicht irgendwann nicht mehr leiden mögen, habe ich keine Angst mehr davor sie abschneiden zu lassen.

Warum?

Haare wachsen nach.

Es ist nur mein Aussehen, welches eh am meisten von meiner Ausstrahlung lebt .

Eine Typveränderung ist spannend und eröffnet mir vielleicht neue Möglichkeiten. Ich lerne andere Menschen kennen, werde anders wahrgenommen.


Dreads und Drogen!

Ungepflegt und stinkt!

Die wohl hartnäckigsten Vorurteile.

Natürlich will ich damit auf gar keinen Fall in Verbindung gebracht werden, weil es für mich einfach nicht stimmt.

Ich bin gespannt inwiefern ich mit diesen Vorurteilen, aufgrund meiner Haare/ Dreads, konfrontiert werde. Dennoch bin ich guter Dinge, das es Menschen geben wird, die mich unbefangen betrachten und sich ein eigenes Bild von mir machen, einfach indem sie mich kennen lernen.

Denn:

1.Ich habe seit September 2019 keinen Alkohol mehr getrunken.

Zigaretten oder andere Drogen habe ich noch nie, nicht mal zum Probieren angerührt.

Was das anbelangt bin ich also sehr, man könnte sagen „spießig“ unterwegs.

2.Dreads dürfen und sollen gewaschen werden. Auch wenn dieses vielleicht nicht so häufig wie bei normalem Haar geschieht, so bedeutet das nicht, das Dreadheads nicht auch duschen ohne ihre Haare zu waschen. Also Menschen mit Dreadlocks pflegen sich, so mache ich es zumindest.

Wunschfeder, weiße Feder, federleicht

„Hilfe!!! Warum ausgerechnet Dreads?!“

Bisher hat mir das noch keiner direkt gesagt.

Aber vielleicht hat es sich der ein oder andere gedacht…

Mir ist durchaus bewusst, das es nicht für jeden nachvollziehbar ist und auch nicht von jedem gemocht wird.

Mein vorheriges Aussehen wird ebenfalls nicht allen Menschen zugesagt haben.

Das ist vollkommen in Ordnung und normal.

Letztendlich ist nur von Bedeutung, das ich mit mir zufrieden bin.




Mein wahrer Grund es zu tun!

Rückblickend glaube ich, dass ich mich nicht einfach aus einer Laune heraus für Deads entschieden habe.

Im vergangenen Jahr hat sich mein Leben um 180 Grad gedreht. Es wurde komplett auf den Kopf gestellt und durcheinander gewirbelt. Was keinesfalls negativ war, denn das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend für mich.

Dennoch gab es Phasen die wirklich herausfordernd waren. Ich habe einige große Entscheidungen getroffen, die teilweise nicht einfach waren, obwohl sie sich richtig anfühlten. Einiges habe ich losgelassen um im gleichen Zug Platz für neues zu machen:

Mein Leben, wie ich es mir wünsche und vorstelle.

Ich habe mehr zu mir selbst gefunden als ich es je für möglich gehalten hätte. Inzwischen weiß ich ganz klar, was ich will und was nicht.

Diese intensive Zeit hat mich verändert und zu einem anderen Menschen werden lassen. Mein neuer Look spiegelt meine Veränderung im Innen jetzt auch im Außen wieder.




Leben ist Veränderung!

Wann warst du das letzte Mal mutig?

Cowboystiefel Cowboyboots Cowgirl Westernboots Das bin ich!